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Seniorennachmittag Frechenrieden:

Glücksmomente und Nachbarschaftshilfe

von Josef Diebolder

Am 20. März kommt der „Weltglückstag“. Wo sich schon jetzt Glücksmomente finden lassen, machte sich das Seniorentreffen mit Theresia Zettler auf die Suche. Sie hat in ihrem Leben schon manches Tief überstanden und strahlt bis über beide Ohren mit ihrem Charme. So füllte sich bis auf den letzten Platz der Pfarrsaal in Frechenrieden. Die Pfarrhausfrau von Thomas Rauch in der Basilika Kempten hat in der Cityseelsorge ganz viele Momente, wo sie Menschen aufbauen kann. Schon gerne nimmt sie Gebete zur Hand und schöpft darin Kraft für Neues. Entscheidungen werden leichter und klarer, erkennt sie, „damit kann sich der Himmel öffnen“. Selbst ihre Arbeit macht sie glücklich, gibt es doch viele Feste im Kirchenjahr. „Glück ist was wir draus machen, es kommt nicht einfach von selbst daher“, folgert die Lebenserfahrene. Umso öfter sie das Wort „Glück“ verwendet, umso mehr breitet es sich aus, erlebt sie selbst. Umso glücklicher sie ist, umso mehr sie gibt, umso glücklicher werden auch die Menschen um sie herum. Wenn es nicht gut läuft, hilft ihr das Vergeben um sich wieder aufzubauen. Entscheidend für sie ist, „eine gute Selbstfürsorge“. Wie sehr die Gefühle entscheidend sind, erlebt sie bei Musik und Komplimenten. Musik kann einen durchströmen und helfen, sich selbst zu spüren. Bedeutungsvoll bleiben ihr, Menschen die einem Gutes tun. Zum Schluss wünschte sie allen, „raus ins Glück“ zu gehen.

 
Mit „Glücksmomenten“ füllte Theresia Zettler den Pfarrsaal von Frechenrieden. Foto: Josef Diebolder
Bürgemeister Martin Hatzelmann (stehend von links) und Claudia Schuster-Rosche stellten den Senioren in Frechenrieden die neue „Nachbarchaftshilfe Markt Rettenbach“ vor. Foto: Josef Diebolder

Wie sich die Gemeinde Markt Rettenbach auf ihre Art um Glück kümmert, vermittelten Bürgermeister Martin Hatzelmann und Claudia Schuster-Rosche. Neu geschaffen wurde die „Nachbarschaftshilfe Markt Rettenbach – Miteinander – Füreinander“. Unterstützt wird sie mitunter vom Projekt Schaffenslust und dem „Zentrum Bayern, Familie und Soziales“. „Wir freuen uns über jeden der Unterstützung anbietet und auch über alle, die Hilfe annehmen“, fasst der Bürgermeister zusammen. Die Gemeinde ist der Träger und gerne zugänglich. Wie die Hilfe ausgestaltet wird, erklärte Hatzelmann. Die drei Koordinatorinnen Theresa Neubert, Stephanie Hasel und Claudia Schuster-Rosche sind berufen. Jeweils dienstags- und donnerstags haben sie von 16.30 bis 18 Uhr Sprechstunde im Rathaus. Vor allen soll es eine Unterstützung sein, wenn man die eigene Arbeit nicht mehr schafft. Im Haushalt, im Garten und beim Einkaufen sind sie gern dabei oder besuchen auch mal mit den Senioren das Familiengrab. Gerne sollen die Senioren auch einfach nur einander begegnen. Das Helferteam kann auch da sein, wenn es einem langweilig wird. Sie möchten auch helfen, wenn es mit dem Handy nicht klappt, oder auch einen Fahrdienst zum Arztbesuch oder in die Kirche ermöglichen. Nicht angeboten werden Pflegdienste oder Arbeits- und Hausmeistersdienste.

Noch ist alles in den Kinderschuhen, zeigt sich Hatzelmann hoffnungsfroh. Für beides wollen sie Menschen gewinnen. „Wenn viele die tolle Sache annehmen, geht es los“. Verlangt wird eine kleine Aufwandsentschädigung oder eine Kilometerpauschale. Ein Teil geht an das Projekt und eine Unfall- und Haftpflichtversicherung für die Helfer.