Kapelle in Lannenberg wird renoviert
Mit einer Hebebühne hievten neulich neun fleißige Helfer etwa 10.000 Dachziegel auf das runderneuerte Dach der Lannenberger Kapelle. Dazu nahmen sie sich einen freien Samstag lang Zeit und begannen schon in der Früh um 6.00 Uhr. Die Dachziegel mussten alle passgenau auf den Balken und Dachlatten angebracht werden, wobei sie entlang der Ränder genau ausgemessen und geflext wurden.
Die Kapelle in Lannenberg wurde ursprünglich im Jahr 1858 errichtet und ist der Unbefleckten Empfängnis geweiht – damals unmittelbar nach der Verkündigung des entsprechenden Dogmas im Jahr 1854 ein beliebtes und modernes Patrozinium. Von Beginn an stand die Kapelle im Eigentum der Gemeinde. Die Einwohner von Lannenberg hatten sie damals auf eigene Kosten errichtet. Mit der Eingemeindung ging das Eigentum und damit die Baulast auf die Marktgemeinde Markt Rettenbach über. So kommt die Gemeinde für die laufenden Baukosten auf; weil diese auf das notwendige Material, das Gerüst und den Einsatz von schwerem Gerät beschränkt bleiben sollen, ist der ehrenamtliche Arbeitseinsatz vieler Helfer gefordert. An mehreren Samstagen kommen die Lannenberger dem in vorbildlicher Weise nach. Im Namen der Pfarrei Markt Rettenbach, zu welcher die Kapelle gehört, sagen wir dafür ein Vergelt’s Gott.
Ziegel für Ziegel werden einzeln eingepasst.
Nicht nur Dachziegel werden transportiert, auch als Helfer fühlt man sich auf der Hebebühne wohl.
Zwischen Gerüst und Traktor braucht es eine entsprechende Stärkung. Familie Prim hat Gulasch gekocht, den sich alle in der Mittagpause gut schmecken lassen.
Alle Fotos: Guido Beck